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PRESSEARCHIV
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JUNGE UNTERNEHMER zu Griechenland-Hilfsgesuch: "Die Interessen der Steuerzahler sind in höchster Gefahr" (23.04.2010)
Marie-Christine Ostermann, Bundesvorsitzende des Verbandes DIE JUNGEN UNTERNEHMER, sagte am Freitag zum Hilfsgesuch aus Griechenland an EU und IWF: "Die Interessen der Steuerzahler sind in höchster Gefahr. Es wäre fatal, wenn sie für das griechische Schuldenchaos in Haftung genommen würden. Von Bundeskanzlerin Merkel ist jetzt Härte gefordert: Sie muss gegen das Hilfspaket für Griechenland ihr Veto einlegen. Das muss zumindest so lange gelten, bis Regelungen geschaffen worden sind, die eine Wiederholung des Falles Griechenland verhindern. Wir brauchen zum Beispiel die Möglichkeit, chronische Schuldensünder aus dem Euro-Verbund auszuschließen. Außerdem müssen sich auch die Alt-Gläubiger an der Sanierung Griechenlands beteiligen. Wenn die Bundesregierung jetzt zu schnell der Auszahlung des Geldes an Griechenland zustimmt, werden solche Finanzhilfen für den Steuerzahler zum Fass ohne Boden. Die Bundesregierung sollte prüfen, ob ein griechischer Staatsbankrott für den Steuerzahler nicht die bessere Alternative zu Finanzhilfen wäre. Zum einen würden bei einem Staatsbankrott diejenigen haften, die es Griechenland mit ihren Krediten ermöglicht haben, über seine Verhältnisse zu leben. Zum anderen wäre das eine Warnung an andere Euro-Länder, die auch darauf hoffen, dass die Steuerzahler sie raushauen."

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